Schellentennachwuchs auf den Kiesteichen in Oldendorf

17. Oktober 2010 von Bärbel Dethlefs

Schon seit einigen Jahren haben Aktive der NABU-Gruppe Hermannsburg/Faßberg auf den Kiesteichen in Oldendorf Schellenten beobachtet. Aber bisher kam es dort nie zur Brut, wohl auch, weil im näheren Umkreis geeignete Bruthöhlen fehlten.

Die Schellente brütet in Baumhöhlen vor allem in alten Eichen, nimmt aber auch gerne Nistkästen an. Diese können sich unmittelbar über dem Boden befinden, aber auch in einer Höhe von acht bis zehn Metern. Im Norden Mitteleuropas ist die Schellente ein verbreiteter, aber nicht häufiger Brut- und Sommer- und teilweise auch Jahresvogel. Sie ist außerdem ein häufiger Durchzügler und Wintergast. Sie fühlt sich an stehenden Gewässern, wie Seen und Teichen, sehr wohl. Die Schellente ernährt sich von Schnecken, Pflanzenteilen, kleinen Fischen, Insekten und deren Larven. Sie kann bis acht Meter tief tauchen, um dort ihre Mahlzeiten zu erbeuten.

Als Anfang 2009 wieder Schellenten auf den Kiesteichen beobachtet wurden, trafen sich Jörg und Martina Barsuhn und Hartmut Pabst vom NABU mit dem Ehepaar Hasso von Reden zu einer Ortsbesichtigung und erhielten die Erlaubnis, dort am Waldrand spezielle Nistkästen anzubringen. Daraufhin kaufte die NABU-Gruppe bei Hagedorn in Unterlüß vier Schellenten-Kästen, und Uwe Lange und Jörg Barsuhn brachten sie im Frühjahr hoch oben an mehreren Bäumen im Uferbereich an. (Foto von Uwe Lange)

Anbringen eines Schellentenkastens

In diesem Jahr begann in einem der Kästen ein Schellentenweibchen mit der Brut. Lange war nicht viel von der Ente zu sehen, weil sie nur selten das Nest verlässt. Der Erpel hält sich nur zu Beginn der Brutphase in der Nähe der Bruthöhle auf. Noch vor dem Schlüpfen der Jungen verlässt er das Brutgebiet und wandert in die Mausergebiete ab.

Schellenten mit nachwuchs

Groß war die Freude, als eine Schellente nach dem Verlassen des Nestes mit 2 Jungen beobachtet werden konnte. (Foto von Wolfgang Schrandt) Welch schöner Erfolg! Ein besonderer Dank gilt der Familie von Reden, die diese Aktion unterstützt hat!

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